07.09.2017

Vor einer Woche wurde in Leipzig eine Joggerin vergewaltigt. Die Polizei gab Frauen daraufhin den Ratschlag, nicht mehr allein zu joggen.

Natürlich sind Sicherheitshinweise an Frauen prinzipiell richtig. In den Debatten nach Vergewaltigungen oder Fällen sexueller Belästigung gibt es jedoch leider immer nur Verhaltensmaßregeln für die Frauen – oft in der Art, als würde man Hausbesitzern nach Einbrüchen nicht nur empfehlen, die Türen und Fenster zu sichern, sondern ihnen auch noch den Rat geben, in Zukunft am besten kein Geld mehr zu verdienen, damit ihnen niemand mehr welches stehlen kann.

Deshalb folgen an dieser Stelle Verhaltensmaßregeln für potentielle Vergewaltiger:

1. Von Frauen, die nicht unmissverständlich Paarungsbereitschaft signalisieren – also mit Leuchtraketen, Anfeuerungsrufen, Hupkonzert oder Signalfahnen – halten potentielle Vergewaltiger mindestens eine Armlänge Abstand und am besten den gleichen Abstand, den sie von einer Charakterbildung gehalten haben.

2. Das Bundeskriminalamt hat Frauen mal geraten, in der Öffentlichkeit Turnschuhe zu tragen, damit sie vor potentiellen Vergewaltigern schneller weglaufen können. Anstatt dessen tragen potentielle Vergewaltiger in der Öffentlichkeit fortan High Heels, damit sie ihren potentiellen Opfern nicht so schnell nachlaufen können.

3. Überkommt potentielle Vergewaltiger beim Anblick einer Frau der Wunsch nach deren Vergewaltigung, dann sprühen sie sich das vorher gekaufte Pfefferspray in die Augen.

4. Am besten stellen sich Vergewaltiger der Polizei. Das garantiert ihnen die Unterbringung in Einrichtungen, in denen sie schon nach dem Fallenlassen von einem Stück Seife in den von ihnen ersehnten Genuss einer Vergewaltigung kommen.

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