16.07.2021

... plötzlich standen sie vor den Grenzen Libyens: die Klimaflüchtlinge aus Deutschland, die wegen der immer öfter und gewaltiger auftretenden Hochwasser sowohl ihr Heim als auch Angehörige verloren hatten. Und die keinen der raren Arbeitsplätze eines Rettungsschwimmers am Ostseestrand im Harz erhielten.

Das Überqueren des Mittelmeeres gefährdete das Leben vieler Deutscher: Die ins Meer gefallenen Passagiere schluckten ständig Salzwasser, denn gegenüber dem von ihnen gewohnten Kölsch bemerkten sie einen deutlich besseren Geschmack.

Belastend war auch das Klagen Markus Söders und Horst Seehofers. Die beiden wurden von der Angst geplagt, die Libyer bestünden bei den deutschen Klimaflüchtlingen darauf, dass diese in deren neuem Heimatland zumindest Deutsch sprächen.

In Libyen angekommen, widerfuhr den Deutschen noch mehr Leid: Wenn sie trotz aller Anstrengungen keinen Arbeitsplatz bekamen, dann wurde ihnen vorgeworfen, sie würden das libysche Sozialsystem ausnutzen; und wenn sie einen Arbeitsplatz bekamen, dann wurde ihnen vorgeworfen, sie würden Libyern die Arbeitsplätze wegnehmen.

Die Deutschen erlitten weitere Diskriminierungen. Wegen der Statistik, in der die Pannen und Peinlichkeiten von Gesundheitsminister Jens Spahn und Verkehrsminister Andreas Scheuer erfasst wurden, galt jeder deutsche Klimaflüchtling als unfähig und dusselig.

Trotz der Tatsache, dass die meisten Deutschen arbeiteten und Steuern zahlten und ein redliches Leben führten, wurden sie vehement angefeindet. Vor allem die AfL (Alternative für Libyen) und PAGGDM (Patriotische Afrikaner gegen die Germanisierung des Mittaglandes) strebten danach, sich mit Verleumdungen gegen die Deutschen zu profilieren, und fühlten sich dadurch zum ersten Mal in ihrem vermurksten Leben bedeutsam.

All diesem Unrecht fortwährend ausgesetzt, wurde allen deutschen Klimaflüchtlingen schließlich bewusst, wie wichtig es ist, dass man in Not geratenen Menschen hilft.

@Karma

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