Gunnar Schade – Satire-Blog Über Gunnar Schade

23.08.2023

Das Bundeskabinett hat sich heute auf das Selbstbestimmungsgesetz geeinigt: Für trans Menschen sowie intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen genügt nach Inkrafttreten dieses Gesetzes eine einfache Erklärung beim Standesamt, um ihren Geschlechtseintrag und ihren Vornamen ändern zu lassen.

Dazu ist derzeit ein sehr aufwendiges Verfahren ebenso notwendig wie zwei psychologische Gutachten, die bestätigen, dass sich ein Mensch nicht mit dem bei seiner Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren kann. Beatrix von Storch hingegen kann sich völlig ungerechtfertigt über trans Menschen aufregen, weil jedes psychologische Gutachten bestätigt, dass sich Beatrix von Storch mit der durch die AfD-Mitgliedschaft zugewiesenen Rolle als Idiotin identifiziert.

Beatrix von Storch und andere AfDödel behaupten ständig, es gäbe nur zwei Geschlechter: Frau und Mann. Diese biologische Einteilung besagt jedoch nichts über die Geschlechtsidentitäten von Menschen. Früher gab es auch eine strikte Einteilung in Menschen und Gegenstände; heutzutage weiß man, dass es auch viel dazwischen gibt: zum Beispiel Vollpfosten wie AfD-Politiker.

Viele CDU-Politiker sind ebenfalls gegen das Selbstbestimmungsgesetz: Eines ihrer größten Vorurteile lautet, viele Männer würden sich infolgedessen beim Standesamt eine weibliche Identität zulegen, danach als Frau in Frauenhäuser hineinspazieren und die dort untergebrachten Frauen verprügeln oder vergewaltigen.

Zum einen ist es bemerkenswert, dass ausgerechnet CDU-Politiker den Schutz dieser Frauen als Vorwand nehmen, um ihre Ablehnung des Selbstbestimmungsgesetzes zu begründen. Nach Ansicht vieler CDU-Politiker gehören das Verprügeln und Vergewaltigen von Frauen in die Ehe.

Dass CDU-Politiker auf den Schutz von Frauen bestehen, ist so, als bestünde Clemens Tönnies auf vegane Ernährung.

Zum anderen wird bei Frauenhäusern und anderen Schutzräumen weiterhin im Einzelfall entschieden, wer Zugang hat und wer nicht. Frauenhäuser sind nicht die CDU – es darf nicht jeder Knallkopf rein.

Auch dass ein Mann seinen Geschlechtseintrag ändern lässt und anschließend als Frau in der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft mitspielt, ist ausgeschlossen. Um in der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft mitspielen zu können, sind die männlichen Fußballer in Deutschland zu untalentiert.

Viele konservative Männer wie Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer versuchen, wegen des Selbstbestimmungsgesetzes auch die Angst zu schüren, Männer könnten sich zur Frau erklären lassen und dann Frauensaunen aufsuchen. Die Gefahr, dass sich Männer solche Umstände machen, um in einer Sauna unbekleidete Frauen zu beobachten, ist sehr realistisch – zumindest so lange, bis jemand gemischte Saunen erfindet.

Die Angst, dass Männer in Frauenkleidern Verbrechen begehen, ist nur gerechtfertigt bei katholischen Priestern.

Trans zu sein bezeichnet Sahra Wagenknecht als „Marotte“, Alice Schwarzer als „Mode“. Diese Diskriminierung von trans Menschen ist unverständlich; wie die Diskussionen über die Waffenlieferungen an die Ukraine zu deren berechtigter Verteidigung beweisen, haben sich Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer völlig selbstbestimmt jeweils für eine Identität als dusslige Kuh entschieden. 

Trans zu sein ist weder eine „Marotte“ noch eine „Mode“, sondern für Menschen eine große Gefahr, Opfer zunehmender Gewalttaten zu werden. In Anbetracht der Gewalttäter, die trans und homosexuelle Menschen attackieren, ist es höchste Zeit, dass sich endlich mehr Vollhonks dafür entscheiden, fortan als Menschen zu leben.

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