Gunnar Schade – Satire-Blog Über Gunnar Schade

03.04.2023

Die FDP in der Regierung eines Landes – das ist wie ein Bremsklotzhersteller im Trainerstab eines Leichtathletikvereins.

– Die FDP war gegen die Fortführung des 9-Euro-Tickets. Christian Lindner hat gesagt, das 9-Euro-Ticket könnte nicht fortgeführt werden, weil es nicht finanzierbar wäre. Dabei stünde ausreichend Geld zur Verfügung, wenn er als Finanzminister ungerechte Subventionen wie die Pendlerpauschale und das Dienstwagenprivileg striche, von denen vor allem Besserverdiener profitieren.

Streichen könnte er auch umweltschädliche Subventionen wie die Steuerbefreiung für Kerosin und die Umsatzsteuerbefreiung für den Flugverkehr, die Steuervergünstigung für Dieselkraftstoffe und all die anderen Förderungen für die Autoindustrie sowie die Hilfen für den Steinkohleabbau. Stattdessen hat Christian Lindner ausgerechnet die sinnvollen Subventionen für das 9-Euro-Ticket abgeschafft – denn FDP-Wähler fahren nicht Bahn, sondern Porsche.

Und die zwei, drei umweltbewussten FDP-Wähler haben keinen Weg gefunden, wie sie ihren Porsche in ein Bahnabteil bekommen.

– Die FDP ist gegen die Kindergrundsicherung. Christian Lindner sagt, mehr sei immer wünschenswert, aber nicht immer möglich. Ausgerechnet der Finanzminister, der keine der ungerechten sowie umweltschädlichen Subventionen abschafft und der für das Ausstatten der Bundeswehr 100 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen und diese als „Sondervermögen“ verbucht hat, sagt bei der längst überfälligen Unterstützung der Kinder in armen Familien, mehr sei immer wünschenswert, aber nicht immer möglich.

FDP-Politiker sollte man überhaupt nicht mehr wählen dürfen – es hat doch nichts mit Demokratie zu tun, wenn man es für statthaft erklärt, dass sich Menschen ins Knie schießen.

Ähnlich wie bei diesem Thema sagte Christian Lindner hinsichtlich der Heizungsförderung, man dürfe nie vergessen, dass es die Steuerzahler seien, die dafür aufkämen. Bei einem anderen Thema macht sich Christian Lindner jedoch keine Sorgen um die Steuerzahler: Die Steuerzahler bezahlen die Gehälter respektive die Diäten der FDP-Politiker und sorgen damit für die Betroffenen geistiger Armut.

Der FDP-Politiker Markus Herbrand bezweifelt, dass mehr Geld den Kindern zugutekomme. Er fordert ein Portal, bei dem die bereits bestehenden Leistungen online abgerufen werden könnten, denn – so Markus Herbrand – dies würde es „im Gegensatz zu den grünen Vorschlägen deutlich erschweren, dass Eltern das zusätzliche Geld einfach für ihre eigenen Bedürfnisse wie beispielsweise Alkohol und Zigaretten verwenden.“

Statt FDP-Politikern Gehälter respektive Diäten zu zahlen, wäre es immerhin noch besser, dieses Geld in einen Gulli zu werfen … – wenn man dieses Geld in einen Gulli würfe, dann wäre das Geld auch vertan, aber ein Gulli verunglimpft nicht arme Menschen.

– Die FDP ist für eine Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke. Bei der Kindergrundsicherung und beim 9-Euro-Ticket behauptet Christian Lindner, diese Maßnahmen wären nicht finanzierbar. Aber nun, zwei Wochen vor dem geplanten Abschalten der letzten deutschen Atomkraftwerke, plädiert er erneut für deren Laufzeitverlängerung – und das, obwohl deutsche Atomkraftwerke noch nie rentabel waren und Atomenergie seit den 1950er Jahren mit weit über einer Billion Euro subventioniert wurde.

Viel sinnvoller als eine Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke wäre eine Laufzeitverkürzung Christian Lindners.

Dass sich Christian Lindner Haare in seine Geheimratsecken transplantieren ließ, ist seine Sache – aber man hätte für das Transplantieren dieser Haare nicht Christian Lindners einzige Hirnzelle anbohren sollen.

Zu all den Gründen, deretwegen die Nutzung von Atomkraft falsch ist, zählt auch das Problem der Endlagerung. Kein Land der Welt hat bisher ein Endlager für die hochradioaktiven Abfälle der Atomkraftwerke in Betrieb genommen; auch Atomkraftbefürworter wie Christian Lindner möchten kein Endlager bei sich haben.

Es ist übrigens wissenschaftlich bewiesen, dass die Köpfe der FDP-Politiker so hohl sind, um darin den gesamten Atommüll Deutschlands zu lagern – aber leider sind die FDP-Politiker nicht ganz dicht.

(Alle Gründe gegen die Nutzung von Atomkraft gibt es im Blog-Beitrag vom 12.08.2022)

– Die FDP ist gegen ein Tempolimit. Auf den Vorschlag, schon wegen des dringend notwendigen Energiesparens zumindest ein zeitlich begrenztes Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen einzuführen, hat Verkehrsminister Volker Wissing geantwortet, dies wäre nicht möglich wegen Schildermangels.

Aber es gibt gewiss nicht zu wenige Schilder in Deutschland, wo man demnächst noch Ankündigungsschilder für die Ankündigungsschilder von Autobahnbaustellen und Hinweisschilder für die Nutzung der Autositze aufstellen wird.

Und wenn statt eines zeitlich begrenzten fortan ein ohnehin überfälliges generelles Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen gälte, dann würde man dafür genauso viele Schilder brauchen wie für das auf den Autobahnen geltende generelle Hausbauverbot.

(siehe Blog-Beitrag vom 08.04.2022)

– Die FDP war gegen das in der EU geplante Aus für neue Autos mit Verbrennermotoren. Die EU hat den Kompromiss beschlossen, dem zufolge auch nach 2035 neue Autos mit Verbrennermotoren zugelassen werden dürfen, wenn diese mit E-Fuels betrieben werden.

Dass die FDP auch Verbrennermotoren nicht abschaffen wollte, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, ist verständlich – schließlich spürt die FDP die Verbundenheit mit etwas, das für die Umwelt schädliche Inhalte ausstößt und schnellstmöglich ersetzt werden sollte.

Anstelle von Christian Lindner, Wolfgang Kubicki und Volker Wissing sollte man Windräder aufstellen – es wäre etwas gegen den Klimawandel getan, und es gäbe in der Bundesregierung fortan mehr Kompetenz.

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