Gunnar Schade – Satire-Blog Über Gunnar Schade

11.04.2024

Zuweilen gibt es falsche Argumente für eine richtige Sache. Das Legalisieren von Cannabis wird einen positiven Aspekt haben, sofern sich der Schwarzmarkt damit tatsächlich eindämmen lässt. 

Falsch ist allerdings das Argument, das Legalisieren von Cannabis wäre deswegen richtig, weil das Trinken von Alkohol auch erlaubt sei.

Das Rauchen von Zigaretten ist auch erlaubt; und dennoch legalisiert man deswegen nicht das Trinken von Teer.

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29.03.2024

Aus aktuellem Anlass der Blog-Beitrag vom 29.03.2018:

Für all diejenigen, die noch nicht wissen, was sie heute zu Karfreitag machen werden, hat die katholische Kirche folgende Empfehlungen parat: tanzen, den Film „Das Leben des Brian“ schauen, beim nochmaligen Anschauen des Films „Das Leben des Brian“ tanzen, und beim abschließenden Tanzen den Film „Das Leben des Brian“ schauen.

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08.03.2024

Auch heute zum Frauentag erhalten viele Frauen via Internet Beleidigungen, Hasskommentare sowie Androhungen von Gewalt und Vergewaltigungen. Übers Internet verbreitet werden derzeit auch viele schlechte Witze über die Figur Ricarda Langs. Das ist schon deswegen falsch, weil viele der Männer, die so viel Zeit vor dem Computer verbringen und über Ricarda Langs Figur spotten, indes die quadratische Form ihres Computers haben.

Viele dieser Männer sind lediglich geringfügig leichter, weil sie ihr Gehirn vor vielen Jahren gegen eine Michael-Wendler-CD eingetauscht haben.

Einer der Gründe, deretwegen viele Männer Hasskommentare und Drohungen an Frauen versenden, ist ihre falsche Annahme, die angestrebte Gleichberechtigung der Frauen respektive Frauen in Führungspositionen nähmen ihnen etwas weg und brächten sie in eine benachteiligte Position. Doch das stimmt nicht. Damit es diese Männer verstehen, sei es anhand der Fußball-Bundesliga erklärt: Ob der FC Bayern München oder Bayer 04 Leverkusen Deutscher Fußballmeister wird, kann den meisten der hier erwähnten Männer genau genommen egal sein – die meisten dieser Männer sind SV Darmstadt 98.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass viele Frauen unter Gewalt von Männern leiden. Gewalt von Männern gegenüber ihrer Frau oder Partnerin wird meist als „häusliche“ Gewalt bezeichnet. Diese Gewalt ist aber nicht „häuslich“. Wenn ein Mensch von einem Hai angegriffen wird – was im Gegensatz zur Gewalt gegen Frauen selten vorkommt –, dann ist das schließlich auch keine „wässrige“ Gewalt.

Entgegen einem weitverbreiteten Irrtum bedeutet die Benachteiligung der Frauen jedoch keinesfalls, Frauen wären bessere Menschen als Männer. Die Behauptung, Frauen wären per se vernünftiger oder empathischer als Männer, ist ebenso ein Vorurteil wie die Behauptung, Frauen könnten nicht einparken. Da viele Frauen genauso unvernünftig und unempathisch sind wie viele Männer, sollten sich alle Menschen für die Gleichberechtigung der Frauen engagieren, bis Frauen und Männer endlich in gleichem Maße Unheil anrichten.

(Mehr zu diesem Thema gibt es unter anderem in den Blog-Beiträgen vom 26.01.2021 und 07.11.2017.)

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29.02.2024

Ihr, Medien, habt natürlich nicht immer Zeit für einen bewussten Umgang mit Sprache – schließlich habt Ihr vollauf mit Spekulationen darüber zu tun, welche Menschen als Nächste ein Techtelmechtel mit Oliver bzw. Amira Pocher erleiden.

Aber dass Ihr seit der Festnahme der Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette fortwährend behauptet, sie hätte 30 Jahre „im Untergrund“ gelebt, ist sogar für Eure Verhältnisse schludrig formuliert.

Daniela Klette lebte mitten in Berlin, ging mehrmals täglich mit ihrem Hund spazieren, gab privaten Nachhilfeunterricht in Mathe und zeigte auf ihrem Facebook-Profil, dass sie Lesungen besuchte und Mitglied einer Tanzgruppe war.

„Im Untergrund“. Die einzige Möglichkeit, noch unbekümmeter zu leben, hätte darin bestanden, dass Daniela Klette der Berliner Polizei jedes Jahr eine Weihnachtskarte schickt.

Die Ex-RAF-Terroristin, die wegen mutmaßlicher Beteiligungen an Sprengstoffanschlägen und Raubüberfällen gesucht wurde, hatte mehr Spaß sowie Kontakt zu anderen Menschen als viele unbescholtene Bürger.

Und der vermeintliche „Untergrund“ ist genau genommen nur die bei Euch, Medien, weitverbreitete Oberflächlichkeit.

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20.02.2024

Ob beim FC Bayern München oder VfL Wolfsburg – Trainerstühle in der 1. Fußball-Bundesliga wackeln schneller als Priesterstühle bei einem Ministrantenbesuch.   

Damit diese ständigen Wechsel im Gegensatz zu den daraus resultierenden Diskussionen unter Fußballexperten mit C(ouch)-Trainer-Lizenz endlich einen Nutzen für die Gesellschaft haben, sollten alle Menschen, die von Armut betroffen sind, mal als Bundesligatrainer arbeiten dürfen.

Die Vorteile:

– Während der kurzen Zeit als Bundesligatrainer verdienen Menschen genug Geld, um den Rest ihres Lebens keine finanziellen Sorgen mehr zu haben.

– In den meisten Fällen ist nicht entscheidend, wer bei einem Bundesligaspiel auf dem Trainerplatz sitzt; auch ein Stardirigent entlockt ein paar Würstchen keine Sinfonie.

Abzuwarten bleibt, ob Menschen, die bisher in ehrbaren Berufen wie Müllwerker oder Reinigungskraft gearbeitet haben, sich in einem kriminellen Umfeld wie dem FC Bayern München zurechtfinden werden.

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